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Wegfinder in der Praxis: Zwei Wochen lang Workshops mit insgesamt 160 Teilnehmenden im Kommunalen Jobcenter Hamm

Wie lassen sich neue diagnostische Möglichkeiten sinnvoll in den Beratungsalltag integrieren? Genau darum ging es im Juli 2026 im Kommunalen Jobcenter Hamm.

Über einen Zeitraum von zwei Wochen hatten Mitarbeitende und Führungskräfte des Jobcenters Hamm in verschiedenen Workshops die Möglichkeit, sich intensiv mit den neuen Möglichkeiten des Wegfinders auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das Kennenlernen der KI-gestützten Potenzialanalyse. Entscheidend war vor allem die Frage: Wie lassen sich die neuen Auswertungen und Funktionen konkret in der täglichen Arbeit nutzen?

Von der Analyse zur Beratung

An jeweils einem ganzen Tag erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam mit den Trainer*innen von L&D Support konkrete Möglichkeiten, das Instrument im eigenen Arbeitsalltag einzusetzen.

Ein zentraler Bestandteil war die neue Prognose individueller Arbeitsmarktnähe (PiA). Darüber hinaus lernten die Teilnehmenden die neuen Wegfinder-Auswertungen kennen, darunter die „Wegfinder-Reader Gesprächsimpulse“ und die „Wegfinder-PiA Handlungsempfehlung“.

Damit ging es im Workshop bewusst über die reine Interpretation von Ergebnissen hinaus. Die Frage war vielmehr, wie aus den Informationen konkrete Anknüpfungspunkte für Beratung und Integration entstehen können.

Auch die About.ME-Profile waren Teil der Workshops. In Gruppenübungen konnten die Teilnehmenden unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten diskutieren und gemeinsam überlegen, an welchen Stellen die Profile den Beratungsprozess sinnvoll ergänzen können.

Neue Möglichkeiten brauchen einen praktischen Kontext

Gerade bei neuen digitalen und KI-gestützten Instrumenten zeigt sich schnell: Die Technik selbst ist nur ein Teil der Veränderung. Entscheidend ist, wie gut sie in bestehende Arbeitsabläufe und Beratungssituationen passt.

Deshalb stand in Hamm der praktische Austausch im Vordergrund. Die Teilnehmenden konnten die neuen Funktionen kennenlernen, Fragen stellen und gemeinsam mit den Trainer*innen überlegen, wie sich die Instrumente im eigenen Arbeitskontext einsetzen lassen.

Die Rückmeldungen zu den neuen Möglichkeiten im Beratungsprozess waren durchweg positiv. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der eigentliche Praxistest erst noch bevorsteht: der Einsatz der Instrumente in der täglichen Arbeit der Integrationsfachkräfte.

Genau dort zeigt sich letztlich, welchen Unterschied neue diagnostische Möglichkeiten machen können – nicht auf dem Papier, sondern im konkreten Beratungsgespräch.

Für uns ist deshalb besonders interessant, was aus den Workshops in den nächsten Wochen entsteht: Welche Funktionen werden im Alltag besonders hilfreich? Wo ergeben sich neue Fragen? Und wie verändern sich dadurch Beratungsgespräche?

Denn gute Diagnostik endet nicht mit einer Auswertung. Sie wird dann wertvoll, wenn sie Menschen dabei unterstützt, bessere Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu verstehen und daraus konkrete nächste Schritte abzuleiten.

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